Bericht schreiben – Aufbau, Gliederung & Tipps

Viele Situationen erfordern das Schreiben eines Berichtes. Ist es ein Praktikumsbericht in der Ausbildung oder der Bericht bei einem Unfall, das Schreiben eines solchen Textes sollte gelernt sein. So ist es nicht mit einer einfachen Textproduktion getan. Es reicht nicht aus verschiedene Sätze, gar noch mit immer gleichen Satzanfängen oder einem Wirrwarr an verschiedenen Zeitformen, aneinander zu reihen. Nein, ein Bericht stellt eine ganz eigene komplexe Textform dar. Aus diesem Grund ist die Frage zu beantworten, was einen Bericht ausmacht, wie er sich gliedert und natürlich, wie man ihn richtig schreibt. Im Folgenden wird auf diese Fragen eingegangen.

Berichte und ihre Merkmale

Texte lassen sich anhand ihrer Merkmale in Sorten einteilen. So unterscheidet man in Texte fiktionaler Art, wie zum Beispiel literarische Texte, und welche, die sich durch Tatsachen auszeichnen. Hier spricht man von Sachtexten. Zu dieser Gruppe zählen auch Berichte. Sie besitzen sowohl textinterne als auch textexterne Merkmale. Zunächst soll ein Blick auf die externen Elemente eines Berichtes eingegangen werden.

Textexterne Elemente können neben der äußeren Form auch seine Funktion sein. Berichte zeichnen sich durch Sachlichkeit und Objektivität aus, was wiederum die Zugehörigkeit zu der Gruppe der Sachtexte erklärt. Beeinflussende Elemente, wie die eigene Meinung oder irrelevante Informationen werden vermieden. Auch das Medium in dem ein Text veröffentlicht wird sagt etwas über seine Art aus. So findet man Berichte häufig in Form von Erfahrungsberichten in Zeitschriften.

Textinterne Kriterien hingegen beziehen sich auf die Struktur, den Aufbau und die Art eines Berichtes. Auf eine möglichst genaue Darstellung kommt es beim Schreiben eines Berichtes an. So ist eine Wortwahl zu verwenden, die der Sache dient, also Sachlich und informativ dem Leser ein bestimmtes Thema näherbringt. Sprachlich ist dabei auf die Verwendung der richtigen Zeitform zu achten. Da ein Bericht immer von einem Thema handelt, welches bereits geschehen ist, muss der Text den mangelnden Bezug zur Gegenwart verdeutlichen. Berichte werden somit immer im Präteritum geschrieben.

Doch welche Informationen sind es, die in einem Bericht verfasst werden sollten? Dies ist natürlich nur eine rhetorische Frage. Um sie zu beantworten muss auf den äußeren strukturellen Rahmen eingegangen werden.

Die Gliederung eines Berichtes

Ein Bericht besteht immer aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. Wie es der Name schon vermuten lässt, wird in der Einleitung das zu behandelnde Thema genannt. Wichtig ist hierbei, dass man dies nicht nur in einem Satz tut, sondern den Leser so genau wie möglich über das zu behandelnde Thema informiert. Hierzu zählt auch eine zeitliche Einordung des Geschehens. Des Weiteren sollte in der Einleitung darüber informiert werden, an welchem Ort sich ein Geschehen abgespielt hat und wer an diesem Geschehen beteiligt war. Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Einleitung eines Berichtes die Frage nach dem „Was?“, „Wann?“, „Wo?“ und dem „Wer?“ in sachlicher Form beantwortet.

Der Hauptteil ist der wichtigste Teil eines Berichtes. Dieser geht schließlich auf das eigentliche Thema ein. Der Hauptteil gliedert sich in drei Unterabschnitte. Im Ersten Drittel werden die wichtigsten Informationen über das zu behandelnde Thema genannt. Als Autor kann hier die Frage, warum was wie passiert ist, eine Hilfestellung sein, denn genau darum geht es: „Warum“ ist „was“ „wie“ passiert?

Das zweite Drittel des Hauptteils fasst noch einmal den gesamten Bericht in Kürze zusammen, um dann im dritten Drittel auf genaue Details zum Thema einzugehen und so das Thema weiter zu konkretisieren.

Der Schluss eines Berichtes behandelt schließlich die Folgen, die aus dem Thema resultieren. Eine kurze Zusammenfassung dient dem Leser noch einmal als Orientierung und hilft, das Gelesene einzusortieren und im Gedächtnis zu behalten.

Tipps beim Schreiben eines Berichtes

Möchten Sie einen Bericht schreiben, so müssen Sie sich über das genaue Thema im Klaren sein. Vor Beginn der Verschriftlichung sollten sich Stichpunkte notiert und in die Kategorien „Einleitung“, „Hauptteil“ und „Schluss“ einsortiert werden. Eine Hilfestellung können dabei folgende Fragen darstellen:

Einleitung: „Wer“ hat „was“ „wann“ „wo“ getan?
Hauptteil: „Was“ ist „wie“ „warum“ passiert?
Schluss: „Welche Folgen“ hatte das Geschehene?

Innerhalb jeder Kategorie sollten die Stichpunkte sinnhaft geordnet werden. Beim Schreiben ist schließlich auf einen neutralen, sachlichen und informativen Ausdruck zu achten. Ein Schreibstil im Präteritum ist einzuhalten. Umgangssprachliche Ausdrücke geben immer ein Stück der eigenen Haltung zu dem Thema wieder und machen daher einen unprofessionellen Eindruck. Sie sollten daher ebenfalls unbedingt vermieden werden.

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