Gedächtnisprotokoll schreiben – Aufbau, Gliederung & Tipps

Wer ein Gedächtnisprotokoll schreiben möchte, hat in der Bearbeitung äußerst viele Freiheiten und kann sich den Aufbau häufig so zurechtlegen, wie es am besten passt. Dabei gibt es dennoch die ein oder anderen Tipps, die man sich zu Herzen nehmen sollte, wenn man sein Gedächtnisprotokoll effizient und vor allem effektiv gestalten möchte.

Wozu braucht man eigentlich ein Gedächtnisprotokoll?

Im heutigen, hektischen Zeitalter müssen wir uns viele verschiedene Dinge, zu vielen verschiedenen Zeitpunkten, in Bezug auf viele verschiedene Aufgabenbereiche und in Verbindung mit vielen verschiedenen Personen merken- und das jeden Tag.

Dementsprechend wird jeder die Situation kennen, sich an ein bestimmtes Ereignis oder einen bestimmten Tag erinnern zu wollen, doch die nötigen Informationen nicht so ganz zusammenzubekommen. Im Laufe der Zeit verschwimmen nämlich unsere Erinnerungen und werden schwächer. Um genau diese Situation zu vermeiden, kann ein

Gedächtnisprotokoll sehr sinnvoll sein. In ihm sind persönliche Eindrücke und Erinnerungen niedergeschrieben, die vor allem direkt nach dem Erlebnis, das man sich merken möchte, entstehen. Kurz nach dem Geschehen können wir uns nämlich noch häufig sehr genau an sämtliche Details erinnern und sehen sie bildlich vor uns. Sicher bedeutet das Schreiben eines Gedächtnisprotokolls zuallererst einmal zusätzliche Arbeit, die sich allerdings lohnen kann. Sowohl im Privatleben als auch im Beruf kann man sich das Gedächtnisprotokoll zunutze machen. Vor allem dort, wo die eigene Vergesslichkeit Folgen haben kann und die Gefahr besteht, dass andere Menschen eben diese zu ihrem Vorteil ausnutzen wollen, schafft man sich eine verlässliche Quelle, auf die man zurückgreifen kann.

Die Definition des Gedächtnisprotokolls

Im Prinzip ist ein Gedächtnisprotokoll lediglich die schriftliche Dokumentation oder Beschreibung einer Situation. Hierbei werden ganz gezielt und gewollt die Informationen festgehalten, die man selbst ganz bewusst erlebt hat. Dazu zählen natürlich auch persönliche Eindrücke, die man im Laufe der Situation sammeln konnte.

Die eigene Wahrnehmung spielt dabei die zentrale Rolle und sollte nicht durch Aussagen oder Eindrücke anderer Beteiligter verfälscht werden. Dies hat vor allem den Grund, dass jedes Individuum die Situation anders und auf seine eigene Art und Weise wahrnimmt. Letztlich ist das Gedächtnisprotokoll also eine Mischung aus reiner Beschreibung der Situation und dem persönlichen Empfinden sowie den gesammelten Eindrücken währenddessen.

Wie verfasst man ein Gedächtnisprotokoll am besten?

Grundsätzlich gilt als erste Regel: Je früher das Protokoll geschrieben wird, desto besser und zuverlässiger ist es auch. Mit jeder vergangenen Stunde verschwimmen womöglich auch die Erinnerungen, welche wertvolle Informationen erhalten können. Dementsprechend sollte das Gedächtnisprotokoll möglichst schnell nach dem Ereignis begonnen werden.

Es kann also sinnvoll sein, das Vorhaben im Voraus zu planen, um sich dann die nötige Zeit dafür nehmen zu können. Um schnell zu einer großen Zahl an Informationen zu kommen, sollten sich zuerst Stichpunkte aufgeschrieben werden, die besonders wichtig erscheinen. Die Reihenfolge spielt dabei vorerst keine Rolle, da es nun vorrangig darum geht, in kurzer Zeit möglichst viele Eindrücke festzuhalten.

Chronologisch ordnen und ausführen lässt sich das Protokoll auch im späteren Verlauf noch. Nützlich ist es außerdem, sich alle vorhandenen Aufzeichnungen, Belege oder anderweitige Dokumente, die mit dem Vorfall zu tun haben, zusammenzutragen. Falls möglich, lässt sich dadurch die Arbeit am eigentlichen Protokoll erleichtern und stützen. Das gesamte Protokoll sollte außerdem so gestaltet werden, dass es den eigenen Bedürfnissen entspricht. Es hat keinen Sinn, sich mühsam ein Protokoll aus Papier zu erstellen, wenn man eigentlich digitale Medien bevorzugt. Auch ein auf einem Diktiergerät oder dem Smartphone erstelltes Gedächtnisprotokoll kann eine hervorragende Alternative sein. Es sollte sichergestellt sein, dass das Protokoll auch später noch gern und zuverlässig verwendet wird.

Wie umfangreich sollte das Gedächtnisprotokoll sein?

Im Prinzip gilt, dass es umfassend genug sein muss, um alle nötigen Informationen zu enthalten, und kurz genug, um wirklich schnell an diese heranzukommen. Das Protokoll ist nämlich kontraproduktiv, wenn man sich durch einen Urwald an Informationen, Dokumenten und Umschreibungen hacken muss. Dementsprechend sollte bei jeder geschriebenen Information darauf geachtet werden, dass sie so knapp wie möglich die Information auf den Punkt bringt, die gerade benötigt wird. Je nachdem wie bedeutend und umfangreich das erlebte Ereignis gewesen ist, fällt auch das Gedächtnisprotokoll als kleiner Notizzettel oder vielleicht als eine ganze Seite aus.

Das Gedächtnisprotokoll dient vor allem als langfristige Hilfe. Erinnerungen, die längst verblasst sind, können zuverlässig in den aktuellen Zeitraum gerufen und wiedergegeben werden. Dementsprechend langfristig sollte es auch aufbewahrt werden.

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