Inhaltsangabe für Deutsch schreiben – Anleitung, Aufbau & Tipps

Inhaltsangaben lassen sich für lyrische und epische Textvorlagen anfertigen. Die Inhaltsangabe folgt einem formellen Aufbau aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Einzelne Sinnabschnitte einer Inhaltsangabe lassen sich mit Zwischenüberschriften formatieren, diese bilden die Grundlage für das Inhaltsverzeichnis bei einer mehrseitigen Hausarbeit. In diesem Ratgeber verraten wir Ihnen, wie Sie eine gelungene Inhaltsangabe schreiben und worauf beim Verfassen einer Inhaltsangabe besonders geachtet werden sollte.

Vorbereitung: Die gelungene Inhaltsangabe beginnt mit einer strukturierten Organisation

Die Inhaltsangabe soll den Leser darüber informieren, worum es im vorliegenden Gedicht, Zeitungsbericht, Lied oder Video geht. Um eine umfängliche Zusammenfassung in eigenen Worten schreiben zu können, ist es nötig, das vorliegende Material mehrfach zu sichten. Ein Text muss also im Vorfeld mehr als einmal gelesen werden. Dadurch gewährleisten Sie, dass in der fertigen Inhaltsangabe keine wesentlichen Punkte oder Begebenheiten fehlen. In keinem Fall sollte eine Inhaltsangabe länger sein als der Originaltext, was vor allem bei Gedichten eine Herausforderung darstellen kann. Die zusammenfassende Inhaltsangabe beschränkt sich also auf die wichtigsten Informationen im Text und die relevantesten Inhalte.

Schon beim ersten Lesen des Originaltextes können besondere Textpassagen markiert werden. Es ist hilfreich, sich Stichpunkte zu machen und gegebenenfalls bereits jetzt einzelne Zwischenüberschriften zu formulieren. Die Inhaltsangabe wird immer im Präsenz geschrieben! Es kann hilfreich sein, die Gedanken aus dem Brainstorming in einer Gliederung festzuhalten, dies ist in einer Prüfungssituation vielleicht aber nicht immer möglich.

Diese Fragen müssen in der Inhaltsangabe beantwortet werden

Die Inhaltsangabe ist aufgebaut aus einer Einleitung, einem Hauptteil und einem Schluss. In der Einleitung der Inhaltsangabe sollten Sie klären, welche Personen im Text agieren, beschränken Sie sich dabei auf die Hauptpersonen. Außerdem ist der Ort des Geschehens wichtig und auch eventuelle Angaben zur Zeit gehören in die Einleitung einer guten Inhaltsangabe. Die relevantesten Textinformationen finden sich bei einer Inhaltsangabe im einleitenden Satz. In die Einleitung der Inhaltsangabe gehören außerdem folgende Informationen zum Text:

  • – Um was für eine Art Text handelt es sich? (Gedicht, Zeitungsbericht, Kurzgeschichte, usw.)
  • – Vollständiger Titel und Verfasser des Textes, wenn bekannt mit Angabe der Lebensdaten
  • – Datum der Veröffentlichung oder Einordnung in eine Epoche
  • – Worum geht es im vorliegenden Text? (Thema)

Im Hauptteil der Inhaltsangabe erörtern Sie, was im Text, Lied, Film usw. passiert und warum sich bestimmte Handlungen im Geschehen ereignen. Eine gelungene Inhaltsangabe beschreibt im Hauptteil ferner die Wirkung, welche der Verfasser des Originalwerks erreichen wollte. Eine Inhaltsangabe bietet nur wenig Raum für eigene Interpretationen, außer der berühmten Frage „Was wollte uns der Autor damit sagen?“. Vielmehr finden sich alle Informationen einer korrekten Inhaltsangabe im Originalwerk, werden einzelne Textpassagen zitiert müssen diese entsprechend gekennzeichnet werden. Eine Aneinanderreihung von Zitaten ist unschön, jedes verwendete, wörtliche Zitat sollte auf seine Struktur und die dadurch gewünschte Wirkung auf den Leser analysiert werden.

Direkte Rede in der Inhaltsangabe

Finden sich im Ausgangstext Dialoge, sind diese in der Inhaltsangabe durch die indirekte Rede in der Zeitform Präsenz wiederzugeben. Allgemein ist die Textführung in einer Inhaltsangabe eher knapp und sachlich, auch beim Darstellen wörtlicher Rede sollten Sie auf die Kernaussagen achten und Unwichtiges nicht in Ihre Inhaltsangabe aufnehmen. Wichtig ist es, während der gesamten Inhaltsangabe auf eine chronologisch korrekte Abfolge zu achten. Das betrifft auch die indirekte Rede in der Inhaltsangabe, es ist ungünstig, alle Dialoge im Text an einer Stelle zusammenzufassen, wenn sie im Text an verschiedenen Stellen vorkommen.

Ein schöner Schluss der Inhaltsangabe

Haben Sie den Inhalt in kurzen, eigenen Worten wiedergegeben, können Sie nun abschließend darauf eingehen, welche Wirkung das Originalwerk erzielen soll. Grundsätzlich sollte in der gesamten Inhaltsangabe auf die Verwendung von umgangssprachlichen Redewendungen oder einer zu saloppen Ausdrucksweise verzichtet werden. Sätze und Gedanken lassen sich durch verbindende Konjunktion verknüpfen, welche Sie im Deutschunterricht kennengelernt haben. Adjektive können sparsam in der Inhaltsangabe angewendet werden, jedoch ist die gelungene Inhaltsangabe ohne große Ausschmückungen oder eine allzu blumige Sprache verfasst.

Es kann in der Aufgabenstellung bestimmte Anweisungen für den Schluss der Inhaltsangabe geben. Achten Sie darauf, ob Sie eine eigene Meinung, eine Zusammenfassung des Textes oder die Intention des Autors wiedergeben sollen! Finden sich diesbezüglich keine Angaben in Ihrer Arbeitsanweisung, beschränken Sie sich auf die Wiedergabe des Inhalts und schließen mit dem Ende des Originaltextes.

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