Seminarprotokoll schreiben – Aufbau, Gliederung & Tipps

Wer häufig an Weiterbildungsveranstaltungen teilnimmt kennt das Problem: Oft gibt es nur wenige Unterlagen, die Inhalte erscheinen mit Hilfe einer Power Point Präsentation auf einer Leinwand und man ist hin- und hergerissen ob es effizienter ist nur zuzuhören oder sich Notizen zu machen. Wird ein Seminarprotokoll erstellt, können sich die Teilnehmer voll und ganz auf den Vortrag konzentrieren. Sie erhalten später eine schriftliche Zusammenfassung, die bei der Wiederholung und Vertiefung der Inhalte nützlich ist.

Vorbereitung auf das Seminarprotokoll

Am leichtesten fällt es ein Seminarprotokoll zu verfassen wenn die Inhalte zumindest in groben Zügen bekannt sind. Daher lohnt es sich, Kontakt mit dem Vortragenden aufzunehmen und Informationen über die Lehrinhalte einzuholen. Orientiert sich der Leiter an einer Präsentation, macht es Sinn diese anzufordern. Außerdem ist es ratsam, schon vor Seminarbeginn eine Vorlage anzulegen. Bei Bildungseinrichtungen erscheinen das Logo und die Anschrift in der Kopfzeile. Damit erkennt der Leser auf einen Blick, wer das Seminar veranstaltet hat. Jedes Protokoll beginnt mit einem allgemeinen Teil: Darin werden der Ort, das Datum und manchmal auch die Uhrzeit erfasst. Auch der oder die Vortragenden werden mit Namen erwähnt. Ebenfalls auf der ersten Seite steht der Titel der Veranstaltung.

Ob der Schriftführer die Notizen für das Seminarprotokoll auf einem Block anfertigt oder gleich in einen Laptop eintippt, hängt von der Routine und von der persönlichen Präferenz ab. Geübte Protokollanten schreiben zum Teil in ganzen Sätzen mit, weniger Geübte notieren Stichworte. Einer der Gründe warum Seminarprotokolle nach der Veranstaltung wenig Beachtung finden ist die schlechte Lesbarkeit: 1,5 Zeilen Abstand und eine Schriftgröße 12 sind ideal. Optisch ansprechend sind Protokolle, die im Blocksatz formatiert sind.

Welche Inhalte gehören in ein Seminarprotokoll?

Was ein Seminar von einem schlichten Vortrag unterscheidet ist die Interaktion zwischen den Teilnehmern und dem Leiter. Aus diesem Grund gleicht kein Seminarprotokoll dem anderen, auch wen dieselben Inhalte vermittelt werden. Das Schriftstück bildet nicht nur den Unterrichtsstoff ab, sondern informiert auch über die Argumente in Diskussionen. Auch Fragen der Teilnehmer werden in das Protokoll aufgenommen. Darüber hinaus geht es um eine Dokumentation der einzelnen Arbeitsphasen: In manchen Seminaren sind beispielsweise Aufgaben in Kleingruppen zu erarbeiten, die anschließend dem Plenum präsentiert werden. Im schulischen und universitären Umfeld ist das Seminarprotokoll eine wichtige Lernvorlage für Studenten, die nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnten und auch für Anwesende um Gelerntes zu wiederholen.

Bei einem Seminarprotokoll handelt es sich um ein Sinnprotokoll: Es muss nicht jedes Wort einzeln wiedergegeben werden. Die Kunst darin liegt, nichts Wesentliches wegzulassen und auf Unwichtiges zu verzichten, damit das Dokument nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Die Sprache ist sachlich, das Schriftstück darf keine persönliche Meinung des Verfassers enthalten. Zitate erfolgen in der Regel in indirekter Rede, das Protokoll wird in der Gegenwart verfasst. Wichtig ist auch, den Namen des Schriftführers anzuführen.

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